
Holocaust-Gedenktag
Am Dienstag, den 27. Januar 2026, veranstaltete die Arnold-Freymuth-Gesamtschule in Hamm einen bewegenden Holocaust-Gedenktag unter dem Motto „Erinnern heißt Verantwortung übernehmen“.
Der Tag stand ganz im Zeichen des Erinnerns an die Opfer des Holocausts und bot den Schülerinnen und Schülern sowie den Gästen ein vielfältiges Programm, das zum Nachdenken und zum Dialog anregte. Der Tag begann mit einer musikalischen Eröffnung am Klavier, die von Leonore, einer talentierten Schülerin, mit dem Stück „Theme from Schindler’s List“ eindrucksvoll gestaltet wurde. Es folgte eine Lesung von Juliane und Salih, die Auszüge aus Anne Franks Tagebuch vortrugen. Ihre Worte erinnerten eindrucksvoll an das Leben und Leiden der jüdischen Familie Frank während des Zweiten Weltkriegs. Ein weiterer Höhepunkt des Gedenktages war der Poetry Slam, bei dem Muhammad und Adam mit ihrem Gedicht „Hinter uns mein Land“ die Zuhörer in ihren Bann zogen. Ihre Worte spiegelten die Herausforderungen und Hoffnungen wider, die durch die Vergangenheit und die Erfahrungen von Verfolgung und Vertreibung geprägt sind.
Bürgermeisterin Monika Simshäuser und Bezirksbürgermeisterin Petra Nattke hielten bewegende Ansprachen und sprachen über die Wichtigkeit des Erinnerns und die Verantwortung der heutigen Generation, die Lehren aus der Geschichte zu ziehen und sicherzustellen, dass solche Verbrechen niemals wieder geschehen. Im Anschluss folgte der Gedenkredner Peter Cellestino Kraus, ein Nachfahre von Holocaust-Überlebenden aus Hamm, der mit seiner Familiengeschichte einen tiefen Eindruck hinterließ. Ausgehend von der Lebensgeschichte der Holocaust-Überlebenden Zilli Schmidt, die 2022 im Alter von 98 Jahren verstorben ist, wurde die Bedeutung des Gedenkens und die Verantwortung, die jeder Einzelne trägt, noch greifbarer.
Der Gedenktag endete mit einem musikalischen Abschluss, erneut von Leonore, sowie einer Schweigeminute zur Erinnerung an die Opfer des Holocausts. Die gesamte Schulgemeinschaft kam zusammen, um in stillem Gedenken den Opfern zu ehren und gleichzeitig ein Zeichen der Hoffnung und der Verantwortung für die Zukunft zu setzen.
Herr Aydin



