Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Hass, Hetze und Rassismus sind weit verbreitet. Unsere Schule möchte sich gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt einsetzen. Dazu werden wir uns in diesem Kurs über Neonazis, Antisemitismus, Migration, Muslimfeindlichkeit, sexuelle Orientierung informieren. Wir können Referenten einladen, Gedenkstätten besuchen und vieles mehr. Wir freuen uns, wenn du dich engagieren möchtest.

Zweitzeugen gegen das Vergessen


Die Arnold-Freymuth-Gesamtschule hat sich zur Aufgabe gemacht, die Schülerinnen und Schüler gegen jede Form von Hass stark zu machen und für Auswirkungen von Rassismus zu sensibilisieren. Dazu wurde am 08.02.2022 der Profilkurs Schule ohne Rassismus am Lernort des BVB-Stadions zu Zweitzeugen ausgebildet. In dem Zweitzeugen-Workshop setzten sich die Jugendlichen mit den leidvollen Erlebnissen von Holocaust Überlebenden auseinander. Einer von ihnen war Rolf Abrahamsohn (1925-2021) aus Marl, der zeit seines Lebens gegen Antisemitismus aufklärte. Mit der Ausbildung zu Zweitzeugen wollen die Schülerinnen und Schüler ihrerseits nun ein entschiedenes Zeichen gegen das Vergessen der schrecklichen Ereignisse im NS-Regime und gegen Rassismus setzen. Dazu wollen sie die Schule zu einem Ort gestalten, in dem die Erinnerung an die Opfer des Holocaust bewahrt werden. Als Ausklang zum ertragreichen Workshop erhielten die frisch ausgebildeten Zweitzeugen eine beeindruckende Führung durch das imposante Fußballstadion von Borussia Dortmund.

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Treffen mit einer Zeitzeugin

Der Profilkurs Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage hat am 14.01.2022 an einer Onlineveranstaltung mit der Zeitzeugin Dr. Michaela Vidláková (geb. 1936) teilgenommen. Die inzwischen 85-jährige Überlebende der jüdischen Vernichtung hat den Teilnehmenden ihre bewegte und bewegende Geschichte und Erlebnisse in Theresienstadt (ein Vorzeige-KZ der Nazis in Tschechien) erzählt, damit diese tragische Epoche der europäischen Geschichte nicht vergessen wird. 

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Michaela Vidláková kam 1942 gerade mal mit sechs Jahren zusammen mit ihrer Familie nach Theresienstadt. Dort wurde sie Zeugin der Todesmärsche ins Lager und überlebte, anders als viele ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, durch viel Glück und Zufall die Deportation und Vernichtung der Juden. Trotz ihres hohen Alters hat sie sich zu ihrer Aufgabe gemacht, junge Menschen zu Zweitzeugen weiterzubilden, sie gegen Antisemitismus, Rassismus und Hass zu stärken, mit dem Beweggrund:

"Da wir überlebt haben, sind wir es den Toten schuldig, über die NS-Verbrechen zu erzählen".